person distracted while driving a car

Der Faktor Mensch & Ingenieurswissenschaften

Um den Faktor Mensch verstehen zu können, ist es unerlässlich die menschliche Intuition, Interaktion und Verbesserungen im Design im Rahmen der Benutzung und Entwicklung von Systemen zu messen. Eyetracking erlaubt uns Einblicke in die Interaktion zwischen Mensch und System, Maschine und Prozess.

Warum Eyetracking?

Tobii Pro Glasses 3

Eyetracking ist eine wissenschaftliche Forschungsmethode, mithilfe derer menschliche kognitive Fähigkeiten verstanden und das Verhalten von Menschen in der Interaktion mit Systemen, Geräten, Fahrzeugen und sogar Objekten oder Geschehnissen in der Umgebung besser nachvollzogen werden können.

Durch die Analyse von Blickmustern und Pupillendaten in menschlichen Interaktionen mit Maschinen werden objektive Messwerte gewonnen, die uns Einsichten in die visuelle Aufmerksamkeit und Aufmerksamkeitsschwerpunkte, kognitive Beanspruchung, Einbindung, Beurteilung und Entscheidungsfindung geben. Diese Einsichten können in ein besseres, auf den Menschen optimal angepasstes Design einfließen und so Anwendbarkeit, Effizienz und Sicherheit verbessern.

Eyetracking findet ebenfalls bei Forschungszwecken Anwendung, in denen das Verhalten von Ingenieuren, Programmierern oder Medizinern während der Analyse von technischen Systemen oder beim Problemlösen nachvollzogen werden soll.

Eye tracking methodology is also used for research purposes to understand, for example, the behavior of engineers, programmers, or physicians while analyzing technical systems and during problem solving.

Forschungshauptbereiche

Unter den Bereich Human Factors & Ingenieurswissenschaften fallen drei Forschungsfelder, in denen Eyetracking zum Einsatz kommt:

Medical training in healthcare

Entscheidungsfindung

Eyetracking findet Verwendung bei der Beurteilung von:

  • Klinischen Entscheidungen
  • Medizinischen Simulationen
  • Verkehrssicherheit

in Bereichen wie dem Gesundheits- und Verkehrswesen.

Person computer programming

Design & Entwicklung

Eyetracking findet Verwendung bei der Beurteilung von:

  • Benutzerfreundlichkeit von Geräten
  • Navigation / Orientierung
  • Aufbau und Architektur
  • Anlagenprojektierung

in Industrien wie Maschinenbau, Bauwesen und Computertechnik.

view from the cockpit of an airplane

Wahrnehmung & Verstehen

Eyetracking findet Verwendung bei der Beurteilung von:

  • Mensch-Maschine-Interaktionen
  • Fahrerforschung
  • Räumlicher Wahrnehmung
  • Signalverarbeitung

in Industrien wie der Luftfahrt, Automobilindustrie und Weltraumforschung.

Produkte und Leistungen

Tobii Pro bietet eine Reihe von Eyetracking-Lösungen an, die für Studien des menschlichen Faktors und in der Ingenieurswissenschaft passend sind – ganz gleich ob vor Ort, digital, oder bei kombiniertem Anwendererlebnis. In allen unseren Produkten sind die Hardwaretechnologie, sowie Software-Analyse-Tools, Support und Training inbegriffen.

Tobii Pro Glasses

Mobiler Eyetracker

Tobii Pro Glasses 3 ist unser neuester, aufsetzbarer Eyetracker, mit dem hochqualitative Forschung in natürlicher Umgebung durchgeführt werden kann. Mithilfe der Pro Glasses 3 können sowohl Wahrnehmung und Interaktionen im wahren Leben, als auch in Simulationen und Setups mit mehreren Bildschirmen untersucht werden. Für die Forschung im Freien und anspruchsvollere Forschungsumgebungen ist zusätzliches Zubehör erhältlich.

Indem Sie Daten in realistischen, natürlichen Szenarien und aus einem weiten, unbehinderten Sehfeld des Anwenders erfassen, erhöhen Sie die ökologische Gültigkeit Ihres Experimentes.

Das System liefert sehr präzise Daten mit minimalem Datenverlust und stabiler Einschätzung der Pupillengröße.

testing in a lab setting with an eye tracker

Monitorbasierte Eyetracker

Tobii Pro Fusion – ein komplett transportabler Eyetracker mit USB-Verbindung, der Abtastfrequenzen von bis zu 250 Hz erreicht – empfehlen wir als System zur Analyse von bildschirmbezogenen Mensch-System-Interaktionen. Bei höheren Anforderungen an die Datenauflösung bietet sich Tobii Pro Spectrum mit Geschwindigkeiten von bis zu 1200 Hz an.

Beide Eyetracker ermöglichen die Erfassung von Daten in Szenarien mit Stimuli aus dem echten Leben.

Tobii Pro Nano ist für kleinere Bildschirme designt, wie z.B. bei Studien zur Benutzerfreundlichkeit auf einem Windows- oder Mac-Laptop, bietet aber ebenfalls in Kombination mit unserem Zubehör für mobiles Testen oder unserem Mobile Testing Accessory or Gestell für mobile Geräte eine Lösung für Tests via Apple- und Android-Smartphones an.

Woman using a mobile testing device

Analyse-Software

Daten, die Sie via unserer tragbaren und monitorbasierten Lösungen sammeln, können in Tobii Pro Lab, ausgewertet werden – einer wissenschaftlichen Softwareplattform, die den Anforderungen verschiedener Forschungsszenarien mit exakter Zeitpräzision gerecht wird. Pro Lab bietet ein visuelles Benutzer-Interface und nützliche Funktionen, die durch den gesamten Forschungs-Workflow führen. Mit Pro Lab können Sie ebenfalls andere biometrische Datenquellen synchronisieren.

Fallstudien

Betreiber von Eye-Tracking-Verkehrskontrollräumen

Die Universität von Birmingham untersuchte anhand von Eye-Tracking, wie verschiedene Betreiber Straßenverkehrskontrollaufgaben ausführen und Entscheidungen auf der Grundlage von verrauschten Datenströmen aus verschiedenen Sensortechnologien und historischen Daten treffen.

Fallstudie ansehen

Weitere Studien-Highlights

  • Pham, C., Rundle-Thiele, S., Parkinson, J., & Li, S. (2017). Alcohol Warning Label Awareness and Attention: A Multi-method Study. Alcohol and Alcoholism, 1–7. https://doi.org/10.1093/alcalc/agx087
  • Khachatryan, H., Rihn, A., Campbell, B., Yue, C., Hall, C., & Behe, B. (2017). Visual Attention to Eco-Labels Predicts Consumer Preferences for Pollinator Friendly Plants. Sustainability, 9(10), 1743. https://doi.org/10.3390/su9101743
  • Mou, J., & Shin, D. (2018). Effects of social popularity and time scarcity on online consumer behaviour regarding smart healthcare products: An eye-tracking approach. Computers in Human Behavior, 78, 74–89. https://doi.org/10.1016/j.chb.2017.08.049